Mit der Integration eines patentierten Spiralgreifers und eines laserbasierten Vision-Systems realisierte Salonit Anhovo eine End-of-Line-Automatisierung nach Industrie-4.0-Prinzipien. Die Roboterzelle entnimmt bis zu 6000 Leersackbündel pro Stunde ohne manuelle Eingriffe, während die Sensordaten in Echtzeit ausgewertet werden. Dadurch erhöht sich die Anlagenverfügbarkeit auf 99,9 Prozent. Das kompakte System nutzt Hallenfläche optimal, reduziert Logistikaufwände, Emissionen und ermöglicht eine durchgängige Prozessüberwachung inklusive Plausibilitätsprüfungen datenbasiert, skalierbar, wartungsarm, hohe Rückverfolgbarkeit, sicher, wartungsfreundlich, versionsfähig, adaptiv, zukunftsorientiert.
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Engpass durch manuelle Sackentnahme hemmt Gesamtleistung und Innovation drastisch

Vollautomatische Depalettierung für Leersackbündel im Einsatz (Foto: KOCH Industrieanlagen GmbH)
Die unautomatisierte Leersackdepalettierung bei Salonit Anhovo wirkte als limitierender Faktor für die Prozessgeschwindigkeit in der Zement- und Baustoffproduktion. Mitarbeiter hieven jedes Bündel einzeln von der Palette und fügen es manuell der Absackmaschine zu. Schon minimale Zyklusunterbrechungen führten zu Rückstaus im Fördersystem und reduzierten den Durchsatz drastisch. Aufgrund des hohen Personalbedarfs und wiederkehrender Verzögerungen blieben Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Hochleistungs-Absackanlage deutlich hinter den Erwartungen zurück und führten zu vermeidbaren Zusatzkosten.
Automatisierte Sackzuführung bis Palettierung reduziert Personalaufwand und steigert Effizienz
Salonit Anhovo integrierte zur vollumfänglichen End-of-Line-Automatisierung eine Roboterzelle von KOCH Robotersysteme. Das Konzept verzichtet komplett auf manuelle Sackhandhabung und deckt den gesamten Prozess von der Leersackzuführung bis zur fertigen Palette ab. KOCH übernahm das technische Design, die Montage der Robotertechnik sowie die Programmierung der Steuerungssoftware. Die platzsparende Anlage mit nur circa drei mal fünf Metern Grundfläche wurde effizient in die vorhandene Produktionsumgebung eingebettet und steigert durchgängig Verfügbarkeit sowie Prozesssicherheit dauerhaft.
Ungenügende Palettenstabilität verhindert Einsatz vorhandener Greifer in kompaktem Raum

Der von KOCH entwickelte Greifer erfasst präzise (Foto: KOCH Industrieanlagen GmbH)
Durch ungenaue Palettenanlieferungen verschoben sich Sackbündel beim Handling um bis zu 150 Millimeter, wodurch eine präzise Greiferanbindung stark beeinträchtigt wurde. Zugleich erforderte die Produktionslinie Zyklenzeiten von lediglich 8,5 Sekunden pro Bündel, um einen Output von 4.000 bis 6.000 Säcken pro Stunde sicherzustellen. Konventionelle Schnabelgreifer ließen sich aufgrund der kompakten Stapelung nicht einsetzen, während der begrenzte Konstruktionsraum neben der Entleerstation jegliche Erweiterungskapazitäten für alternative Greifsysteme ausschloss und erschwerte auch manuelles Eingreifen.
Spiralfeder-Greifer gewährleistet präzises, schonendes Handling auch untersten Lagen konstant
KOCHs patentierte spiralbasierte Greifertechnologie nutzt eine metallgedruckte Feder, um Leersackbündel schonend von der Palette zu heben, ohne sie zu unterfahren. Intensive 3D-Druck-Tests führten zu einer linksspindel-optimierten Form, die selbst untersten Lagen präzise erfasst. Dank dieser platzsparenden Lösung werden hohe Zykluszeiten erreicht, wodurch Engpässe vermieden und Kosten reduziert werden. Dieses kompakte System überzeugt durch beständige Performance und wirtschaftliche Effizienz in anspruchsvollen Industrieumgebungen. Es erlaubt flexible Integration, einfache Wartung und zuverlässige Produktionsprozesse.
Staubresistentes Vision-System ermöglicht automatisierte lückenlose Bündelerfassung und präzise Datenanalyse

KOCH Roboter übergibt Leersackbündel vollautomatisch (Foto: KOCH Industrieanlagen GmbH)
In der rauen Werksumgebung sorgt ein laserbasiertes Vision-System dafür, dass jedes Leersackbündel unabhängig von wechselndem Umgebungslicht exakt detektiert wird. Hochleistungs-Laserscanner liefern auch bei starkem Staubaufkommen, hohen Temperaturen und tiefen Minustemperaturen kontinuierliche Positionsdaten. Die Steuerungssoftware gleicht diese via Plausibilitätsprüfungen mit Sollwerten ab und protokolliert Abweichungen sowie Fehlstellen an den Paletten. Diese automatisierten Kontrollen erhöhen die Prozesssicherheit signifikant, reduzieren Ausfallrisiken und steigern die Gesamtproduktivität nachhaltig. So werden Eingriffe minimiert und Stillstandszeiten verkürzt.
System optimiert End-of-Line mit 99,9 Prozent Verfügbarkeit im Dauerbetrieb
Mit einer technischen Verfügbarkeit von 99,9 Prozent im 24/7-Betrieb sorgt die Depalettierungslösung für unterbrechungsfreie Materialzufuhr in die Absackmaschine. Manuelle Handhabung wird auf ein Minimum begrenzt, wodurch Personalaufwand und Fehlerquellen sinken. Die kompakte Zellengestaltung maximiert die Flächenausnutzung in der Fertigungshalle. Höhere Packraten und kürzere Zyklusintervalle reduzieren nicht nur Transportkosten pro Einheit, sondern erlauben auch eine größere Auslastung der Fahrzeugflotte sowie eine deutliche Verringerung der CO?-Emissionen. Dies reduziert Logistikkosten und optimiert Lieferketten.
24/7 Anlagenverfügbarkeit und Höchstleistung durch vernetzte Automatisierungszelle im Zementwerk
Mit der End-of-Line-Abwicklung bei Salonit Anhovo wird Industrie 4.0 greifbar: eine mechanisch optimierte Spiralfedertechnik, laserbasierte Positionserfassung und eine adaptive Steuerung orchestrieren den vollautomatisierten Sackumlauf. Selbst Versatzwinkel der Paletten werden präzise kompensiert, bevor Bündel schonend abgelöst werden. Die modulare Baugruppe ist leicht skalierbar und passt auf vorhandene Absacklinien. So verbindet sich industrielle Innovation mit Sensorintelligenz, wodurch das Verfahren nachhaltig leistungsfähiger wird und die Prozesssicherheit steigt. Echtzeitdaten optimieren kontinuierlich Wartungszyklen und Produktionsplanung.
Laser-Vision und Robotertechnik sichern 99,9 Prozent Verfügbarkeit im Dauerbetrieb
Bei Salonit Anhovo beseitigt die vollständig automatisierte Roboterzelle für die Leersackdepalettierung manuelle Flaschenhälse und erzielt Durchsätze von bis zu 6000 Säcken pro Stunde. Die Anlagenverfügbarkeit von 99,9 Prozent garantiert ununterbrochenen Betrieb. Durch das kompakte Design ist die Installation auch in engen Bereichen möglich. Die neuartige, patentierte Spiralfeder-Technologie in Kombination mit einem ausfallsicheren Laser-Vision-System sichert präzise Positionserkennung, optimiert Taktzeiten und senkt energie- sowie Personalkosten signifikant steigert Anlagenzuverlässigkeit, reduziert Leerlaufzeiten und Wartungsaufwand.

