Neubau aller Bahnsteige verzögert sich wegen unvorhergesehener Baugrundprobleme erneut

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Im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen werden am Bahnhof Kaufbeuren bis Frühjahr 2027 zwei barrierefreie Außenbahnsteige an den Gleisen 1 und 4 errichtet. Drei Aufzüge und eine neue unterirdische Verbindung ermöglichen stufenfreie Zugänge. Der vorhandene Mittelbahnsteig bleibt bis 2028 in Betrieb und erhält nachträglich Aufzüge. Unerwartet auftretende Grundwasserströmungen, nicht verzeichnete Kabeltrassen und Verzögerungen externer Planer führten zu einer Überarbeitung des Bauablaufs und einem Zeitverlust von bis zu zwei Jahren sowie signifikantem Mehraufwand.

Neue Personenunterführung ermöglicht barrierefreien Wechsel zwischen Bahnsteigen Frühjahr 2027

Der Modernisierungsplan am Bahnhof Kaufbeuren umfasst den Abbruch und Neubau sämtlicher Bahnsteige. Für die neuen Außenbahnsteige an Gleis 1 und 4 ist eine Teilinbetriebnahme bis Ende 2026 vorgesehen. Ab Frühjahr 2027 können Fahrgäste dank fertiggestellter Aufzüge sowie angehobener Bahnsteighöhe barrierefrei ein- und aussteigen. Eine unterirdische Fußgängerführung stellt einen stufenlosen Übergang zwischen den Gleisen sicher. Der Mittelbahnsteig bleibt bis zu seinem Ersatz 2028 nutzbar, daher mit niveaugleichem Einstieg erst nach Aufzugsinbetriebnahme.

Nicht gemeldete Bestandskabel zwingen zu weiteren Erkundungen und Genehmigungsverfahren

Die Bohrarbeiten offenbarten während der Vorerkundung bisher unbekannte Grundwasservorkommen und ungewöhnliche Bodenschichten, die im vorhandenen Gutachten nicht dokumentiert waren. Parallel wurden unerwartete Bestandskabel gefunden, die mangels Eintragung in der Spartenauskunft zusätzliche Prüfungen und Genehmigungen nach sich zogen. Verzögerungen bei der externen Planungsfirma verschärften die Situation, sodass der Bauablauf neu strukturiert und zusätzliche Zeitreserven berücksichtigt werden mussten, um die Projektziele termingerecht zu erreichen. Außerdem musste das Budget entsprechend umgehend angepasst werden.

DB nimmt neue Außenbahnsteige Dezember 2026 in regulären Betrieb

Im Dezember 2026 werden die beiden neuen Außenbahnsteige planmäßig für den regulären Zugverkehr freigegeben, sobald die letzten Gleisbauarbeiten abgeschlossen sind. Die anschließende Installation und Inbetriebnahme von drei Aufzügen an Gleis 1 und Gleis 4 ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Mit diesen Aufzuganlagen wird der stufenfreie Zugang von Bahnsteigebene zur Personentunnelebene gewährleistet. Anschließend ermöglicht die neu errichtete Personenunterführung einen barrierefreien Wechsel zwischen beiden Bahnsteigen und verbessert damit die Umsteigeprozesse spürbar.

Drei Aufzüge mit 76cm-Höhe ermöglichen stufenfreien Einstieg in Zügen

Im Rahmen der Arbeiten wird die Höhe aller Bahnsteige vereinheitlicht und auf 76 Zentimeter über der Schienenoberkante standardisiert. An den Gleisen 1 und 4 entstehen zwei geneigte Zugänge neben drei neuen Aufzügen, die einen durchgehend stufenfreien Weg von der Straßenebene bis zum Zug ermöglichen. Eine moderne Personenunterführung ersetzt die bisherigen Provisorien und sorgt mit klar getrennten Laufwegen für erhöhte Passagiersicherheit und optimierte Umsteigemöglichkeiten unter den Gleisanlagen. Zudem verbessert die Barrierefreiheit.

Parkmöglichkeiten eingeschränkt: Alternativparkplätze werden von der DB regelmäßig angeboten

Während der Umbauphase ist der direkte Zugang zum Mittelbahnsteig eingeschränkt, sodass Reisende auf die provisorische Personenunterführung ausweichen und zusätzliche Wege auf sich nehmen müssen. Auch die Parkkapazitäten in unmittelbarer Bahnhofsnähe sind reduziert, weshalb Fahrzeughalter auf ausgewiesene Ausweichparkflächen ausweichen sollen. Die Deutsche Bahn informiert fortlaufend über betroffene Fahrplanabschnitte, alternative Einstiegsstellen und Ersatzparkplätze über Aushänge, digitale Kanäle und Servicepersonal und bedankt sich bei Pendlern sowie Anwohnern für ihr Verständnis und für Geduld.

Die umfassenden Umbaumaßnahmen am Bahnhof Kaufbeuren schaffen trotz Zeitverzögerungen klare Mehrwerte für alle Nutzer. Einheitliche Bahnsteighöhen von 76 Zentimetern und drei neue Aufzüge sorgen für barrierefreien Zugang und erleichtern Reisenden den Ein- und Ausstieg. Die neu errichtete unterirdische Verbindung führt sicher und ohne Stufen unter den Gleisen hindurch. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste profitieren von verbessertem Komfort, und der zukunftsgerechte Ausbau sichert einen effizienten Schienenverkehr nachhaltig ab sowie verbessern sie betriebliche Abläufe und Pünktlichkeit.

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